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'Where .com meets .org' - der Linuxtag Berlin 2007 |
Kategorie: Nachrichten | Geschrieben von Gerald Martin am Donnerstag, 31. Mai 2007 | 2394x gelesen
Der Berliner Linuxtag - 2007 erstmals auf dem Messegelände am Funktum - möchte Unternehmen und Opensource-Entwickler unter ein Dach bringen. Das Anliegen ist nicht neu, tritt aber offenbar bei derartigen Veranstaltungen zunehmend an das obere Ende der Prioritätenliste. Beispielhaft als weiteres Event mit dem Anliegen Freie & OpenSource Projekte dem (Business-)Fachpublikum nahe zu bringen ist die im Herbst stattfindende OpenExpo in Zürich .
Am Stand vom Skolelinux-Projekt durften Sebastian und ich dem bunten Treiben beiwohnen und viele Eindrücke sammeln. Einige interessante Projekte möchte ich im folgenden kurz beschreiben.
Die Highlights des LinuxTags 2007
- Compiz - ein effektvoller Composition-Manager (Artikel bei Wikipedia, Projekt von openSUSE), der (erstmalig in der Un*x-Welt) durch OpenGL -Unterstützung beschleunigt wird.
- OLPC - One Laptop Per Child - auch als 100-Dollar-Laptop bekannt:
Erstmalig konnten wir einen Prototyp diesen kleinen genialen Dingens unter die Lupe nehmen. Viel mehr als bei den "Geiz-ist-Geil"-Geräten, deren Komponenten oft nur halbherzig zusammen gewürfelt sind, wurden hier wirklich erstaunliche Details verbaut. Beispielweise die gleichzeitig als USB-Abdeckungen verwendeten WLAN-Antennen zeigen, dass hier Wert auf ein schlüssiges Gesamtkonzept gelegt wurde. Angefangen bei Display, Stromversorgung, Tastatur, Touchpad über das Betriebssystem bis hin zum Mainboard findet man integrative und teils geniale Lösungen. Das GUI (die Anwender-Oberfläche) des Betriebsystems "Sugar" ist sicherlich eine davon.
Weitere Informationen erfährt man im Wiki des X0-Laptops, wie er ebenfalls bezeichnet wird.

Das Flair in den Messehallen war weniger "familiär" als in den heiligen Hallen in Chemnitz - hatte jedoch durch die vielen Besucher seine Reize. Ganz im Gegensatz zur gleichzeitig stattfindenden "IT-PROFITS" in den Hallen nebenan: Gähnende Leere im Komplex, Eierschaukeln und Krawatten-Domino an den Ständen. Das findet auch der CHIP-LINUX-Blog. Schade um soviel vergammeltesinnlose Zeit.
Das Vortragsprogramm (soweit ich es überblicken konnte) wurde als reichhaltiges Buffet serviert - von Themen für Linux-Einsteiger über die Vorstellung aktueller Entwicklungen im Bereich Linux/Web 2.0 bis hin zu wissenschaftlich fundierten Betrachtungen.
{mosgoogle}Exemplarisch für letztere ist der Vortrag "Crowding effects: How money influences open source projects and its contributors" von Matthias Stürmer zu nennen. Matthias berichtete anschaulich und fundiert über die Motivation von freien Software-Entwicklern sowie deren Effekte.
weiterführende Links
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